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Junges Design für Picasso

Im Rahmen der Ausstellung «Der junge Picasso – Blaue und Rosa Periode» haben NachwuchsdesignerInnen der Basler Hochschule für Gestaltung und Kunst Produkte entworfen, die nun im Museumsshop der Fondation Beyeler angeboten werden.

NachwuchsdesignerInnen der Basler Hochschule für Gestaltung und Kunst: (v.l.n.r.): Helena Tapajnova, Natalia Blanco, Charleen Elberskirch, Marie Läuger, Jennifer Keusgen, Benjamin Kniel.
NachwuchsdesignerInnen der Basler Hochschule für Gestaltung und Kunst: (v.l.n.r.): Helena Tapajnova, Natalia Blanco, Charleen Elberskirch, Marie Läuger, Jennifer Keusgen, Benjamin Kniel.

Die Madeleine aus der Tate Gallery in London, der Harlequin aus dem Metropolitan in New York oder das Selbstportrait aus dem Musée Picasso-Paris, es ist nicht übertrieben, die Ausstellung, die Pablo Picassos frühe Meisterwerke der sogenannten Blauen und Rosa Periode in der Fondation Beyeler präsentiert, als Kulturhöhepunkt des Jahres 2019 zu bezeichnen. Erstmals in Europa werden Picassos Gemälde und Skulpturen gemeinsam in dieser Fülle gezeigt: 75 Kunstwerke aus den Jahren 1901 bis 1906 sind noch bis zum 26. Mai in Basel zu sehen.

Anlässlich der grossen Schau hat die Fondation Beyeler ein aussergewöhnliches Projekt angestossen. Junge DesignerInnen der Basler Hochschule für Gestaltung und Kunst durften während zweier Semester Produktideen für den Museumsshop entwickeln. Diese sollten das Resultat einer Auseinandersetzung mit der Kunst Pablo Picassos sein. Die Studierenden konnten den gesamten Design-Prozess vom Entwurf bis zum fertigen Produkt unter realen Bedingungen durchlaufen, dabei gestalteten sie nicht nur die Gegenstände, sondern machten sich auch Gedanken zu Produktionspartnern, Preisgestaltung, Verpackungsdesign und Präsentation. Gefördert wurde das Projekt im Rahmen des Nachwuchsprogramms des Swiss Cultural Entrepreneurship.

Insgesamt sechs Produkte schafften es letztendlich in den Picasso-Shop des Kunstmuseums. Bei den meisten handelt es sich um handgefertigte Unikate. Zu kaufen gibt es mundgeblasene Vasen von Helena Tapajnova, goldene Handspiegel von Natalia Blanco, bunte Seifen von Charleen Elberskirch, Wachsmalstifte von Jennifer Keusgen, ein Mikado-Spiel von Pablo Odriozolaund T-Shirts für Kinder von Marie Läuger – in limitierter Auflage und mit einer eigens designten Verpackung. Für das Design der Verpackung zeichnet Benjamin Kniel verantwortlich.

«MIKASSO», Pablo Odriozola: MIKASSO ist eine Neuinterpretation des bekannten Geschicklichkeitsspiels Mikado. Gespielt wird mit mehreren bunten Holzstäbchen, deren Aussehen von Pablo Picassos Blauer und Rosa Periode sowie vom Frühen Kubismus inspiriert ist: Eckige blaue Holzstäbchen treffen auf rosafarbene abgerundete und werden von Sticks in dekonstruierter Form- und Farbgebung ergänzt.
«MIKASSO», Pablo Odriozola: MIKASSO ist eine Neuinterpretation des bekannten Geschicklichkeitsspiels Mikado. Gespielt wird mit mehreren bunten Holzstäbchen, deren Aussehen von Pablo Picassos Blauer und Rosa Periode sowie vom Frühen Kubismus inspiriert ist: Eckige blaue Holzstäbchen treffen auf rosafarbene abgerundete und werden von Sticks in dekonstruierter Form- und Farbgebung ergänzt.
«Find your own stroke», Jennifer Keusgen: Find your own stroke ist ein Wachsmalstift, der alle Sinne anspricht. Inspiriert von Picasso, welcher seinerzeit die vorherrschenden Sehgewohnheiten in Frage stellte, lädt die Form des Stiftes dazu ein, spielerisch das Zeichnen neu zu entdecken und einen ganz eigenen “Strich” zu finden.
«Find your own stroke», Jennifer Keusgen: Find your own stroke ist ein Wachsmalstift, der alle Sinne anspricht. Inspiriert von Picasso, welcher seinerzeit die vorherrschenden Sehgewohnheiten in Frage stellte, lädt die Form des Stiftes dazu ein, spielerisch das Zeichnen neu zu entdecken und einen ganz eigenen “Strich” zu finden.
«RESONATE», Helena Tapajnova: Der zarte Farbverlauf, den die Vase RESONATE auszeichnet, spiegelt Picassos Entwicklung von der Blauen zur Rosa Periode wider. Das Objekt besteht aus zwei Elementen, die mit Wasser gefüllt und ineinandergesteckt, ein performatives Moment erzeugen: Es entsteht eine optische Täuschung, die als poetische Interpretation des Kubismus gelesen werden kann. Das Glas ist mundgeblasen, jede Vase ist ein Einzelstück.
«RESONATE», Helena Tapajnova: Der zarte Farbverlauf, den die Vase RESONATE auszeichnet, spiegelt Picassos Entwicklung von der Blauen zur Rosa Periode wider. Das Objekt besteht aus zwei Elementen, die mit Wasser gefüllt und ineinandergesteckt, ein performatives Moment erzeugen: Es entsteht eine optische Täuschung, die als poetische Interpretation des Kubismus gelesen werden kann. Das Glas ist mundgeblasen, jede Vase ist ein Einzelstück.
«SOA.PP», Charleen Elberskirch: SOA.PP ist eine Seifenkollektion, die die Atmosphäre ausgewählter Werke Picassos interpretiert. Jede Seife repräsentiert ein Gemälde Picassos und setzt sich aus fünf charakteristischen Farben desselben zusammen. Der jeweilige Duft transportiert den emotionalen Ausdruck des jeweiligen Kunstwerks. Durch den handwerklichen Herstellungsprozess und die marmorierte Optik ist jede Seife ein Unikat.
«SOA.PP», Charleen Elberskirch: SOA.PP ist eine Seifenkollektion, die die Atmosphäre ausgewählter Werke Picassos interpretiert. Jede Seife repräsentiert ein Gemälde Picassos und setzt sich aus fünf charakteristischen Farben desselben zusammen. Der jeweilige Duft transportiert den emotionalen Ausdruck des jeweiligen Kunstwerks. Durch den handwerklichen Herstellungsprozess und die marmorierte Optik ist jede Seife ein Unikat.
«YOU ME HE SHE IT», Marie Läuger: Pablo Picassos geliebtes bretonisches Matrosen-Shirt ist Ausgangspunkt für das Kinder-T-Shirt der Designerin Marie Läuger. Das Besondere: Die typischen 21 Streifen kommen durch eine spezielle Repetition in Bewegung. Die Seitennähte ins hintere und vordere Zentrum des Shirts versetz. Die T-Shirts sind untereinander vermeintlich ähnlich und doch: Jedes ist ein Einzelstück.
«YOU ME HE SHE IT», Marie Läuger: Pablo Picassos geliebtes bretonisches Matrosen-Shirt ist Ausgangspunkt für das Kinder-T-Shirt der Designerin Marie Läuger. Das Besondere: Die typischen 21 Streifen kommen durch eine spezielle Repetition in Bewegung. Die Seitennähte ins hintere und vordere Zentrum des Shirts versetz. Die T-Shirts sind untereinander vermeintlich ähnlich und doch: Jedes ist ein Einzelstück.
Picasso-Shop in der Fondation Beyler.
Picasso-Shop in der Fondation Beyler.

Text: Kirsten Höttermann, PD, Fotos: Mark Niedermann

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