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Stilvolle Zeitzeugen – Uhren von Rado

Sie heissen «Integral», «Ceramica», «Coupole» oder «Diastar», gelten als geschichtsträchtige Zeitzeugen und geniessen weltweite Bekanntheit. Die Uhren tragen damals wie heute Erfindungsgeist und Innovationsfähigkeit der Schweizer Marke Rado mit Stil zur Schau.

Die Uhr «Captain Cook» basiert auf dem Original aus den 1960er-Jahren und wurde betreffend Design, Materialität und Technik an die heutige Zeit angepasst. Die Auflage der Vintage-Uhr ist limitiert auf 1962 Stück, das Besondere sind drei verschiedenen Armbänder, die zur Auswahl stehen.
Die Uhr «Captain Cook» basiert auf dem Original aus den 1960er-Jahren und wurde betreffend Design, Materialität und Technik an die heutige Zeit angepasst. Die Auflage der Vintage-Uhr ist limitiert auf 1962 Stück, das Besondere sind drei verschiedenen Armbänder, die zur Auswahl stehen.
Bis auf spezielle Designer-Kollektionen, die bewusst in Zusammenarbeit mit branchenfremden Designern entstehen, werden alle Uhren inhouse entworfen und entwickelt. Im Bild die «True Thinline Quarz» mit einem Gehäuse aus polierter blauer Hightech-Keramik.
Bis auf spezielle Designer-Kollektionen, die bewusst in Zusammenarbeit mit branchenfremden Designern entstehen, werden alle Uhren inhouse entworfen und entwickelt. Im Bild die «True Thinline Quarz» mit einem Gehäuse aus polierter blauer Hightech-Keramik.
1917 von drei Brüdern als Schlup & Co gegründet, wurde das Unternehmen 1928 in Rado umbenannt und gehört seit 1986 zur Swatch-Gruppe. An deren Spitze steht CEO Matthias Breschan.
1917 von drei Brüdern als Schlup & Co gegründet, wurde das Unternehmen 1928 in Rado umbenannt und gehört seit 1986 zur Swatch-Gruppe. An deren Spitze steht CEO Matthias Breschan.

Als Pioniere ihrer Art hoben sie sich vom Moment ihrer Markteinführung von der Masse ab: «Diastar» war die erste aus Hartmetall gefertigte Uhr, welche damit eine stark verbesserte Kratzfestigkeit bot. Für «Integral» wurde Ende der 1980er-Jahre erstmals Hightech-Keramik eingesetzt. Bei «Ceramica» und «Coupole» glänzten Gehäuse und Armband in dem neuen Material, die eine in Schwarz, die andere in Weiss. Dies sind nur einige der Meilensteine, welche die Schweizer Uhrenmarke Rado seit rund einem Jahrhundert Firmengeschichte hervorbringt: Das aktuellste Modell ist «Captain Cook» und vereint prunkvolle Vergangenheit mit moderner Gegenwart. Die Uhr basiert auf dem Original, das zwischen 1962 und 1968 gefertigt wurde, bekannt für ihr kompaktes Design und markante Merkmale wie eine drehbare Lünette im Taucherstil, eine Datumsanzeige in Rot und unverwechselbare schwert- und pfeilförmige Zeiger. Allesamt Elemente, die auch das gegenwärtige Modell zieren, allerdings sind Technik und Material der heutigen Zeit angepasst. Das Design der Uhr orientiert sich am Vintage-Stil und der Vorliebe für personalisierbare Produkte. So stehen je nach Lust und Laune ein braunes Lederarmband im Vintage-Look, ein feingliedriges Milanaise-Armband aus Edelstahl oder ein langlebiges grünes Nato-Armband zur Auswahl. Die Uhrenmarke Rado ist seit vielen Jahrzehnten bekannt für designorientierte Kollektionen, für deren Herstellung viel Zeit in die Forschung und Entwicklung neuer Materialien und Technologien investiert wird. Doch nicht von Anfang an produzierte das Unternehmen bereits fertige Uhren: Die drei Brüder Friedrich, Ernst und Werner Schlup gründeten 1917 das Unternehmen Schlup & Co in der Werkstatt ihres Elternhauses in Lengnau. Dort begannen sie mit der Herstellung sogenannter Anker-Uhrwerke mit Handaufzug. Schon sehr früh bauten sie zahlreiche Handelsbeziehungen im Ausland auf, insbesondere mit den Vereinigten Staaten.

Im Zuge der Finanzkrise Anfang der 1920er-Jahre, begannen die Brüder, das Firmenportfolio zu erweitern. Fortan produzierten sie neben Uhrwerken auch fertige Uhren. Manche trugen auf dem Uhrwerk bereits damals den Markennamen Rado, zu dem das Unternehmen 1928 wechselte. Wahrscheinlich ist dieser auf das Wort (Zahn) Rad in Esperanto zurückzuführen, als wesentlichen Bestandteil der Uhrenfertigung in Lengnau. Der Plan ging auf, das Unternehmen entwickelte sich äusserst vorteilhaft, wurde 1937 zu einer GmbH und eröffnete eine Niederlassung in New York. Dank der Erfolge, die der Hersteller einfuhr, erfolgte 1948 der Bau einer richtigen Fabrik in Lengnau. Nach dem zweiten Weltkrieg allerdings wuchs die Konkurrenz, zudem veränderten sich die Marktbedingungen und zwangen das Unternehmen schliesslich, sich fortan auf etwas Profitableres als die Herstellung von Uhrwerken zu fokussieren: Fertiguhren. Das erste besondere Uhrenmodell kam 1962 auf den Markt: «Diastar»; sie wurde aus Hartmetall gefertigt und als weltweit erste kratzfeste Uhr beworben. Seit der Übernahme durch die Swatch-Gruppe im Jahr 1986 profitiert die Marke von den Synergien innerhalb der Gruppe – vor allem vom Zugriff auf hochmoderne Technologien, die besten Technik- und Designabteilungen sowie Hochleistungsmaterialien. So konnte Rado seinem innovativen Geist bis heute treu bleiben und wird sicher noch viele stilvolle Zeitzeugen hervorbringen.

Rado investiert viel in die Forschung und Entwicklung sogenannter Hochleistungsmaterialien, insbesondere verschiedene Hightech-Keramikarten und Ceramos, aus denen die «Swiss made»-Uhren gefertigt werden. 
Rado investiert viel in die Forschung und Entwicklung sogenannter Hochleistungsmaterialien, insbesondere verschiedene Hightech-Keramikarten und Ceramos, aus denen die «Swiss made»-Uhren gefertigt werden. 

Text: Silja Cammarata
aus: Raum und Wohnen, Heft Nr. 04/2019

Bezugsquelle:
Rado
rado.com

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