DAS SCHWEIZER MAGAZIN FÜR ARCHITEKTUR, WOHNEN UND DESIGN

Wipfelstürmer

Für die Vision eines Rückzugsorts im dichten Wald von Finnskogen ersann der Architekt Espen Surnevik zwei Ferienhütten, die sich wie Aussichtstürme zwischen den Baumwipfeln erheben.

Architekt Espen Surnevik orientierte sich in der Entwurfsphase in erster Linie am Wald selbst. Er stellt seine Cottages auf ein filigranes Gerüst, das an die Konstruktion skandinavischer Aussichtstürme erinnert, die der frühzeitigen Lokalisierung von Waldbränden dienten.
Architekt Espen Surnevik orientierte sich in der Entwurfsphase in erster Linie am Wald selbst. Er stellt seine Cottages auf ein filigranes Gerüst, das an die Konstruktion skandinavischer Aussichtstürme erinnert, die der frühzeitigen Lokalisierung von Waldbränden dienten.
Der Esstisch wird erst bei Bedarf aus der Wand geklappt. Wer friert, macht es sich in Textilien aus regionaler Wolle gemütlich. Kristian Rostad und Christine Mowinckel haben in den Cottages kein WLAN installiert. Die Gäste sind aufgefordert, ihre Mobiltelefone wegzulegen und einfach die Gesellschaft der anderen und die Natur zu geniessen.
Der Esstisch wird erst bei Bedarf aus der Wand geklappt. Wer friert, macht es sich in Textilien aus regionaler Wolle gemütlich. Kristian Rostad und Christine Mowinckel haben in den Cottages kein WLAN installiert. Die Gäste sind aufgefordert, ihre Mobiltelefone wegzulegen und einfach die Gesellschaft der anderen und die Natur zu geniessen.
Die Hütte selbst gleicht in ihrer Form der Bauweise der nordamerikanischen A-Frame-Lodges und ist von innen auch genauso gemütlich. Geheizt wird sie mit einem Holzofen.
Die Hütte selbst gleicht in ihrer Form der Bauweise der nordamerikanischen A-Frame-Lodges und ist von innen auch genauso gemütlich. Geheizt wird sie mit einem Holzofen.

Manche Orte kann man sich nur schwer vorstellen. Man muss sie besuchen, sehen, fühlen, um ihre Besonderheit in Gänze zu erfassen. Der Wald von Finnskogen, in dem die beiden Baumkronenhäuser von Kristian Rostad und Christine Mowinckel stehen, ist ein solcher Ort. Im Winter dauert die Dunkelheit hier fast den ganzen Tag an und hüllt eine Landschaft ein, die immer einsamer wird, je näher man den Häusern kommt. Eine schmale Forststrasse führt zu der Stelle, an der sie stehen. Der Schnee taucht die Gegend in diffuses, gleichmässiges Licht, doch plötzlich tauchen zwei Lichtpunkte zwischen den Baumkronen auf, die weitaus heller sind. Ihre Quellen, zwei grosse, zeltähnliche Strukturen, scheinen zwischen den Bäumen zu schweben und erst beim Näherkommen bemerkt man, dass die Baumkronenhäuser nicht in den Bäumen sitzen, sondern auf hohen Stelzen ruhen.

Der Architekt Espen Surnevik hat die Behausungen im Wald entworfen. Seine Auftraggeber Christine und Kristian waren fasziniert von der Valer Kirche, die er in der norwegischen Provinz Hedmark gebaut hatte, und wünschten sich zwei Ferienhäuser aus seiner Feder. In diesen Ferienhäusern fühlt man sich wie auf einem Baum, wie ein Kind, das gerade hier hochgeklettert ist. Alles erscheint aufregend: Erst geht man über eine Wendeltreppe nach oben, dann balanciert man über eine Brücke, um am Ende in einer zeltähnlichen Konstruktion Schutz zu suchen. Eine Hütte bietet Platz für bis zu sechs Personen auf vierzig Quadratmetern.

PANHYTTER.NO

Mehr über die Baumkronenhäuser ist im Magazin RAUM UND WOHNEN zu lesen. Die Ausgabe 12/19 • 01/20 lässt sich online bestellen.

Text: Text: Marianne Lie Berg / House of Pictures
Fotos: Anne Bråtveit / House of Pictures
Bearbeitung: Kirsten Höttermann
aus: Raum und Wohnen, Heft Nr. 12/19 • 1/20

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