DAS SCHWEIZER MAGAZIN FÜR ARCHITEKTUR, WOHNEN UND DESIGN

Leichten Fusses

Allzu viele Bereiche sind derzeit von starken Einschränkungen betroffen. Nicht jedoch die Kreativität: Überraschend, spielerisch und leichtfüssig fallen die Entwürfe der NachwuchsdesignerInnen aus, die in diesem Jahr zum 18. Pure Talents Contest der Imm Cologne eingereicht wurden. Von insgesamt 862 Produktideen aus 59 Nationen nominierte die Jury 26. Wir zeigen Ihnen, welche davon uns besonders überzeugt haben.

Luiza Guidi Tomio

Luiza Guidi Tomio, Brasilien:
Einfache Idee, grosse Wirkung: Die LED-ausgekleideten Rahmen der Maya-Kollektion lassen sich wie Fenster öffnen, wodurch ein sinnliches Licht- und Schattenspiel an der Wand entsteht und dieser eine neue Dimension verleiht. Die Maya-Kollektion wurde von der Jury zum Siegerbeitrag erklärt. «Uns hat die Einfachheit begeistert, mit der Licht so sinnlich in Szene gesetzt werden kann», begründete Jennifer Reaves, Geschäftsführerin der Designmesse Blickfang und diesjähriges Jurymitglied die Entscheidung. LUIZAGUIDI.COM

Konrad Jünger & Verena Kühn

Konrad Jünger & Verena Kühn, Deutschland:
Sowohl die Sitzfläche als auch die Rückenlehne des Stuhls «Match» kann nach Belieben ausgetauscht werden, wodurch er im Handumdrehen sein Erscheinungsbild verändert. Für den leichten und sportlich geformten Stuhl mit einem Gestell aus druckgegossenem und pulverbeschichtetem Aluminium stehen die hier gezeigten Kunststoffvarianten mit festen oder durchbrochenen Oberflächen in verschiedenen Farben sowie Pads aus Holz, Metall oder Kork zur Auswahl. JUENGERKUEHN.COM

Albane Hundevad

Albane Hundevad, Grossbritannien/Deutschland:
Die Kollektion Twin besteht aus drei Lampenschirmen von unterschiedlicher Form, die dazu entwickelt wurden, die Lichtstimmung schnell und einfach an die entsprechende Situation anzupassen. Die Lampenschirme bestehen aus zwei Hälften, die sich mithilfe von Magnetstreifen über jede einfache Leuchtenfassung klippen lassen.
ALBANEHUNDEVAD.COM

Studio Ertel & Oberkrome

Studio Ertel & Oberkrome, Deutschland:
«Norman» macht zunächst den Anschein einer gebräuchlichen Lichtquelle. Doch entgegen der Gewohnheit, diese dauerhaft an einer Stelle zu fixieren, lässt sich «Norman» einfach wie ein Bilderrahmen auf- und umhängen. Zudem verbergen sich im Ende des Stahlrohrs eine Steckdose sowie ein USB-Anschluss, wodurch sich die Leuchte als praktische Konstante im Alltag etabliert. LISAERTEL.COM

Kieren Swinden

Kieren Swinden, Grossbritannien:
Die Tischserie Pinch ist beim Experimentieren mit Stahlrohr entstanden; durch das Quetschen erreichte der Designer eine Optimierung der Festig- und Formbarkeit des Materials. Eine Eigenschaft, die er sich zunutze machte und daraus stabile wie moderne Gestelle für seine Kaffeetische kreierte. KIERENSWINDENDESIGNS.COM

Sofie Aschan

Sofie Aschan, Schweden:
Als Alternative zur traditionellen Klimaanlage bietet «Draft» einen neuen Ansatz zur Kühlung, der umweltfreundlich, weniger laut und optisch ansprechender ist. Der Steingut-Behälter wird mit Wasser befüllt und bedient sich der alten Kühlmethode mittels Verdunstung. «Draft» kann im Raum aufgestellt oder aufgehängt werden. SOFIEASCHAN.COM

Elie Fazel

Elie Fazel, Frankreich:
Tel Aviv, die Heimat des Designers, ist eine der wenigen Städte, in der auf der Strasse Stühle für die allgemeine Nutzung zur Verfügung stehen. Als Alternative zu den oftmals alten und unansehnlichen Stühlen entwarf der Designer den «TLV’s Chair». Das Outdoor-Sitzmöbel aus Aluminium kommt mit einem zeitlosen Aussehen daher und kann praktischerweise in mehreren Positionen verwendet werden.
ELIEFAZEL.COM

Yasemin Songur

Yasemin Songur, Finnland:
«Spinning Around» ist ein Projekt zur Neuinterpretation traditioneller Webtechnik, bei der das typische Waffelmuster untersucht und neue künstlerische Ausdrucksformen erforscht werden. Die drei Textilien zeigen, wie durch die Verwendung von Materialien unterschiedlicher Beschaffenheit eine Gegenüberstellung ihrer stofflichen Eigenschaften erzielt werden kann.
YASEMINSONGUR.WIXSITE.COM/DESIGN

Text: Silja Cammarata
aus: Raum und Wohnen, Heft Nr. 03•04/2021

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