Es kann so einfach sein

Wir begeben uns auf Reisen, um fremde Länder, Menschen und ihre Kulturen, aber auch ihre Sprachvielfalt kennenzulernen. Doch in manchen Situationen macht uns eine  weltweit einheitliche Sprache das Leben leichter. Zum Beispiel unter der Dusche.

Ob am Waschtisch, an der Wanne oder in der Dusche: Mit der Badzimmerkollektion «Axor One» wurden bekannte Archetypen neu definiert  – für mehr Klarheit, verbesserte Funktionen und eine einfache Steuerung. Insgesamt umfasst die Kollektion 31 Objekte, darunter auch zeitlose Accessoires, die sich flexibel in nahezu jedes Badezimmer integrieren lassen. 
Ob am Waschtisch, an der Wanne oder in der Dusche: Mit der Badzimmerkollektion «Axor One» wurden bekannte Archetypen neu definiert – für mehr Klarheit, verbesserte Funktionen und eine einfache Steuerung. Insgesamt umfasst die Kollektion 31 Objekte, darunter auch zeitlose Accessoires, die sich flexibel in nahezu jedes Badezimmer integrieren lassen. 

Bei der ursprünglichen Badezimmerkollektion «Axor One» handelt es sich um keine unbekannte, im Gegenteil. Sie stammt bereits aus der Feder des britischen Designduos, Entstehungsjahr war 2015. Auf die Frage, ob es einfacher sei, ein bestehendes Design zu überarbeiten oder etwas Neues zu gestalten, zögert Jay Osgerby nicht mit seiner Antwort. «Eigentlich macht das keinen grossen Unterschied, denn die einzig wichtige Voraussetzung ist, den Sinn in einem Projekt zu sehen.» Und was könnte man besser vertreten als sein persönliches Interesse, das auf eigenen Erfahrungen und Notwendigkeiten baut? Genau das ist, beziehungs-weise war der Fall bei der Erweiterung der Badezimmerkollektion «Axor One», die Mitte letzten Jahres vorgestellt wurde. Da spielte es auch keine Rolle, dass es sich um weltweit bekannte Archetypen von Axor handelt, die auf den ersten Blick unverbesserlich schienen. Das britische Designduo Edward Barber und Jay Osgerby entwickelte also eine neue Badezimmerkollektion, basierend auf einem interaktiven Bedienelement für die Dusche aus dem Jahr 2015 und einer dazugehörigen Handbrause von 2017, dazu entwarfen sie ergänzende Produkte für Waschtisch, Wanne und Dusche. Ausschlaggebend waren zahlreiche Reisen, auf denen die beiden Designer wiederholt die Erfahrung machten, dass es «schrecklich schwierig sein kann, eine Dusche zu bedienen.» Das aufgrund verwirrender, hoch komplexer oder fremdsprachiger Bedienelemente. Die Idee der beiden Designer, ihre eigene Kollektion zugunsten einer intuitiven, einfach verständlichen Bedienbarkeit zu verbessern, lag nahe. Worin genau die Verbesserung besteht, liessen wir uns von Jay Osgerby erklären.

Was macht die neue «Axor One» aus, allen voran die Dusche? Das ist einfach. Man schaltet die Dusche an oder aus, dazwischen gibt es nichts.

Andere Duschen schaltet man doch auch ein und aus?
Das schon. Aber oftmals ist die Bedienung eben so komplex, dass selbst das Einfachste zur Herausforderung wird. Es vergeht wertvolle Zeit, in der das Wasser unnötigerweise fliesst und verschwendet wird.

Und wie wird genau das bei der neuen «Axor One» verhindert? Durch Mechanik. Viele Hersteller nehmen die Elektronik als Basis und lassen danach das Design einfliessen, suchen also nach einer komplexen, technischen Lösung. Wir hingegen setzen auf Mechanik — für eine einfache, intuitive und präzise Bedienbarkeit, betont von einem zeitlos-eleganten Design. Bei der Armatur lässt sich das Wasser durch das Herunterdrücken einer «All-in-One»-Steuerung an- oder abstellen. Die Temperatur wird durch das Drehen im Uhrzeigersinn erhöht. «Select»-Tasten am Thermostat-Modul für das Umstellen zwischen Wanne und Dusche zum Beispiel sind klar markiert und schliessen Missverständnisse aus. In Kombination mit dem grossflächigen Thermo-statgriff kann man Temperatur und Wassermenge präzise kontrollieren.

Temperatur und Wassermenge – sind das sind die beiden wichtigsten Faktoren?
Genau. Die Wassermenge erklärt sich von selbst, bei der Temperatur trägt zum Beispiel schon die «Cool Start»-Funktion dazu bei, Ressourcen zu schonen. In Ruhestellung sorgt die Armatur für kaltes Wasser, erst durch Drehen im Uhrzeigersinn erhöht sich die Temperatur.

Weniger Wasser, weniger Ressourcen – weniger Farbe? Das Farbspektrum im Badezimmer beschränkt sich tatsächlich grösstenteils noch auf Schwarz, Weiss, Bronze oder Stahl. Doch die Menschen sehnen sich nach Licht, Freude und Farbe in ihrem Zuhause. Die «Axor One» wird es bald in verschiedenen Farben geben, allzu viel kann ich dazu noch nicht verraten, nur so viel – es sind keine Primärfarben.

In vielerlei Hinsicht scheint das Motto «weniger ist mehr» zuzutreffen. Etwa auf die schlichte, zeitlose Designsprache der 31-teiligen «Axor One»-Kollektion, die auch das kleinste Detail der vielzähligen Accessoires charakterisiert. Allen voran aber auf die deutlich geringeren Wassermengen, die durch neue Technologien verbraucht werden. Und die Einsparungen sind erheblich, wenn man bedenkt, in wie vielen Badezimmern die Armaturen, Brausen und Duschsysteme von Axor anzutreffen sind. Denn die Designmarke Axor gehört, wie die Premiummarke Hansgrohe, zu einem weltweit führenden Unternehmen der Bad- und Küchenbranche, der Hansgrohe Group. Erst letztes Jahr feierte das Unternehmen mit Sitz im baden-württembergischen Schiltach sein 120-jähriges Bestehen. Erfindungen wie die erste Handbrause mit unterschiedlichen Strahlarten, die erste ausziehbare Küchenarmatur oder die erste Duschstange prägen die Firmengeschichte. Und mit zukunftsweisenden Produkten wie der Kollektion «Axor One» wird diese vermutlich noch lange weitergeschrieben.

AXOR-DESIGN.COM

Die Idee für die Überarbeitung der bekannten Kollektion zugunsten einer einheitlich einfachen Bedienbarkeit stammt vom britischen Designduo Barber Osgerby selber. Jay Osgerby (l.) und Edward Barber entwarfen 2015 bereits die ursprüngliche Version.
Die Idee für die Überarbeitung der bekannten Kollektion zugunsten einer einheitlich einfachen Bedienbarkeit stammt vom britischen Designduo Barber Osgerby selber. Jay Osgerby (l.) und Edward Barber entwarfen 2015 bereits die ursprüngliche Version.
Die Elemente der neuen Kollektion wurden mehrheitlich nach den ersten Skizzen gefertigt. Skizze: © Barber Osgerby Studio. 
Die Elemente der neuen Kollektion wurden mehrheitlich nach den ersten Skizzen gefertigt. Skizze: © Barber Osgerby Studio. 
Mit ihren schlanken Konturen, flachen Oberflächen und sanft abgerundeten Ecken drückt die Einhebel-Produktfamilie die unverwechselbare Designsprache der «Axor One»-Kollektion aus...
Mit ihren schlanken Konturen, flachen Oberflächen und sanft abgerundeten Ecken drückt die Einhebel-Produktfamilie die unverwechselbare Designsprache der «Axor One»-Kollektion aus...
...sei es als Waschtischarmatur oder als bodenstehender Wannenmischer, der sich durch einen gebogenen, schwanenhalsähnlichen Auslauf auszeichnet. Ihre Besonderheit ist die mechanische Bedienung, die intuitiv und präzise erfolgt.
...sei es als Waschtischarmatur oder als bodenstehender Wannenmischer, der sich durch einen gebogenen, schwanenhalsähnlichen Auslauf auszeichnet. Ihre Besonderheit ist die mechanische Bedienung, die intuitiv und präzise erfolgt.

Text: Silja Cammarata, Fotos: Axor, Barber Osgerby
aus: Raum und Wohnen, Heft Nr. 02•03/22

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