Schweizer Design

Aus den eigenen Reihen

Mächtige Berge, sanfte Wiesen und malerische Seen. Die Schweiz ist bekannt für ihr ansprechendes und abwechslungsreiches Landschaftsbild. Ganz ähnlich verhält es sich auch mit der Schweizer Kreativszene, die immer wieder mit vielseitigen und ideenreichen Neuheiten überrascht.

«Neonstray», «Cubycloud» und «Rayday» heissen die an Kunstdrucke erinnernden Designs der ersten Teppich-Serie, die das Designkollektiv zusammen mit dem Schweizer Textilhersteller Lantal entwickelt hat. Als Inspiration für die Entwürfe diente die Schablonier-Technik, bei der durch die Überlagerung von Positiv- und Negativformen immer wieder neue Muster entstehen. Handgetuftet aus Neuseelandwolle. Foto: Dersu Huber. STUDIO KOMPLETT.COM

«Neonstray», «Cubycloud» und «Rayday» heissen die an Kunstdrucke erinnernden Designs der ersten Teppich-Serie, die das Designkollektiv zusammen mit dem Schweizer Textilhersteller Lantal entwickelt hat. Als Inspiration für die Entwürfe diente die Schablonier-Technik, bei der durch die Überlagerung von Positiv- und Negativformen immer wieder neue Muster entstehen. Handgetuftet aus Neuseelandwolle. Foto: Dersu Huber.

STUDIO KOMPLETT

Tamara Riedel fertigt im wahrsten Sinne des Wortes gewichtiges Design, denn ihre Objekte, zu denen unter anderem diese Schalen gehören, stellt sie aus Beton her. Rund 800 Gramm bringt jede mit Metall-Gold verzierte Schale auf die Waage. Hergestellt in Basel. BETONIST.CH

Tamara Riedel fertigt im wahrsten Sinne des Wortes gewichtiges Design, denn ihre Objekte, zu denen unter anderem diese Schalen gehören, stellt sie aus Beton her. Rund 800 Gramm bringt jede mit Metall-Gold verzierte Schale auf die Waage. Hergestellt in Basel.

BETONIST

Philipp Rast ist selbständig und der Erfinder von «Formich». Getrieben vom Nachhaltigkeitsgedanken entwickelte er ein Möbelsystem, das sich optisch und funktional an schnell wechselnde Lebenssituationen anpassen und dadurch zu einem langjährigen Begleiter werden kann. Das System besteht aus Holzplatten und verschiedenen Metallverbindungen, die einfach zu Sideboard, Regal oder Hocker zusammengesteckt werden. FORMICH.CH

Philipp Rast ist selbständig und der Erfinder von «Formich». Getrieben vom Nachhaltigkeitsgedanken entwickelte er ein Möbelsystem, das sich optisch und funktional an schnell wechselnde Lebenssituationen anpassen und dadurch zu einem langjährigen Begleiter werden kann. Das System besteht aus Holzplatten und verschiedenen Metallverbindungen, die einfach zu Sideboard, Regal oder Hocker zusammengesteckt werden.

FORMICH

Sein Herz schlägt für Möbeldesign und abstrakte Kunst. Beides kombiniert, entstehen Möbel, die eine Geschichte erzählen. In den letzten Jahren haben schon einige faszinierende Objekte das Badener Atelier von Fabian Bolliger verlassen, eines davon ist das Sideboard «Needs! Needs?». Es thematisiert die Frage, ob wir Dinge brauchen, oder nur glauben, sie zu brauchen. FABIAN BOLLIGER.COM

Sein Herz schlägt für Möbeldesign und abstrakte Kunst. Beides kombiniert, entstehen Möbel, die eine Geschichte erzählen. In den letzten Jahren haben schon einige faszinierende Objekte das Badener Atelier von Fabian Bolliger verlassen, eines davon ist das Sideboard «Needs! Needs?». Es thematisiert die Frage, ob wir Dinge brauchen, oder nur glauben, sie zu brauchen.

FABIAN BOLLIGER

Manuel Lienhard zieht es oft raus in die Natur, nämlich dann, wenn er für ein neues Möbelstück auf Materialsuche geht. In und um Luzern sammelt er das Holz, das er in seiner Werkstatt beispielsweise zu einem Bett aus Ulme mit Füssen aus Serpentinit verarbeitet. Reduktion auf das Wesentliche spielt nicht nur beim Design eine Rolle, sondern vor allem bei der Fertigung. Die Möbel kommen dank spezieller Holzverbindungen ohne Metall oder Plastik aus, weshalb jedes Möbelstück rückstandslos in die Natur zurückgeführt werden könnte. Foto: Ruedi Flück. MANU-ELL.CH

Manuel Lienhard zieht es oft raus in die Natur, nämlich dann, wenn er für ein neues Möbelstück auf Materialsuche geht. In und um Luzern sammelt er das Holz, das er in seiner Werkstatt beispielsweise zu einem Bett aus Ulme mit Füssen aus Serpentinit verarbeitet. Reduktion auf das Wesentliche spielt nicht nur beim Design eine Rolle, sondern vor allem bei der Fertigung. Die Möbel kommen dank spezieller Holzverbindungen ohne Metall oder Plastik aus, weshalb jedes Möbelstück rückstandslos in die Natur zurückgeführt werden könnte. Foto: Ruedi Flück.

MANU-ELL

Es mutet fast schon archaisch an, wenn Sara Zeiter unter vollem Körpereinsatz ihre Tücher bedruckt und bemalt. Intuitiv überträgt sie die unterschiedlichen Motive mit einfachsten Hilfsmitteln wie einem Schwamm direkt am Boden auf das feine Gewebe. Für die aktuelle Serie «#3» griff die Künstlerin Zeichen der alten Schriftfamilie «Linear-A» auf und kombinierte sie mit freien Motiven zu farbenfrohen und ausdrucksstarken Arrangements. Diese zieren insgesamt zwölf handbemalte Tücher, analog dazu eine Serie von Postkarten. Foto: Urs Althaus. SARAZEITER.CH

Es mutet fast schon archaisch an, wenn Sara Zeiter unter vollem Körpereinsatz ihre Tücher bedruckt und bemalt. Intuitiv überträgt sie die unterschiedlichen Motive mit einfachsten Hilfsmitteln wie einem Schwamm direkt am Boden auf das feine Gewebe. Für die aktuelle Serie «#3» griff die Künstlerin Zeichen der alten Schriftfamilie «Linear-A» auf und kombinierte sie mit freien Motiven zu farbenfrohen und ausdrucksstarken Arrangements. Diese zieren insgesamt zwölf handbemalte Tücher, analog dazu eine Serie von Postkarten. Foto: Urs Althaus.

SARA ZEITER

Für Loungesessel «Conte», dem jüngsten Mitglied der Röthlisberger Kollektion, liess sich Marc Gerber von der typischen Holzkonstruktion der Stühle aus dem Alpenraum inspirieren und arbeitete die Rückenlehne in die komfortabel gepolsterte Sitzfläche ein, um eine stabile Struktur zu schaffen. Beide Teile sind aus Sperrholz gefertigt und können mit der gleichen Pressform hergestellt werden. Der gelernte Konstrukteur arbeitete nach seinem anschliessenden Industriedesignstudium als Designer im Studio von Konstantin Grcic in Berlin, bevor er 2020 sein eigenes Studio in Bern gründete. MARCGERBER.DESIGN / ROETHLISBERGER.CH

Für Loungesessel «Conte», dem jüngsten Mitglied der Röthlisberger Kollektion, liess sich Marc Gerber von der typischen Holzkonstruktion der Stühle aus dem Alpenraum inspirieren und arbeitete die Rückenlehne in die komfortabel gepolsterte Sitzfläche ein, um eine stabile Struktur zu schaffen. Beide Teile sind aus Sperrholz gefertigt und können mit der gleichen Pressform hergestellt werden. Der gelernte Konstrukteur arbeitete nach seinem anschliessenden Industriedesignstudium als Designer im Studio von Konstantin Grcic in Berlin, bevor er 2020 sein eigenes Studio in Bern gründete. Foto: Merlin Photography Ltd.

MARC GERBER DESIGN / RÖTHLISBERGER

Mit ihrem Architekturbüro verfolgen Hendrik Steinigeweg und Philipp Schaefle einen radikalen Ansatz beim Häuserbau: Sie verwenden rein natürliche Materialien. Ihr erstes Möbelstück aus lokalem Eschenholz entwickelten die kreativen Köpfe in logischer Konsequenz mit der auf leimfreie Verarbeitung spezialisierten Schreinerei Lindauer. Die Bretter des Regals sind zusammengeklickt und lassen sich durch verschraubte Holzstäbe nach oben stapeln – ohne Leim und Metall. Foto: Zsigmond Toth. STUDIONOUN.CH / LINDAUER AG

Mit ihrem Architekturbüro verfolgen Hendrik Steinigeweg und Philipp Schaefle einen radikalen Ansatz beim Häuserbau: Sie verwenden rein natürliche Materialien. Ihr erstes Möbelstück aus lokalem Eschenholz entwickelten die kreativen Köpfe in logischer Konsequenz mit der auf leimfreie Verarbeitung spezialisierten Schreinerei Lindauer. Die Bretter vom «Regal 001» sind zusammengeklickt und lassen sich durch verschraubte Holzstäbe nach oben stapeln – ohne Leim und Metall. Foto: Zsigmond Toth.

STUDIO NOUN
«Regal 001» über STUDIO NOUN X LINDAUER AG

Weitere Neuheiten aus der Schweizer Kreativszene gibt es im Magazin RAUM UND WOHNEN. Die Ausgabe 08•09/22 lässt sich online bestellen.

Text: Silja Cammarata
aus: Raum und Wohnen, Heft Nr. 08•09/22

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