DAS SCHWEIZER MAGAZIN FÜR ARCHITEKTUR, WOHNEN UND DESIGN

Ein Bungalow aus Glas

Für sein Ferienhaus in East Hampton fand Architekt Jerome Engelking eine einzigartige Lösung aus Hightech-Fertigelementen. Vorbilder für den Bungalow aus Glas fand er in den Bauten der amerikanischen Moderne.

Dichter Eichenwald umrahmt das transparente Haus von allen Seiten. Der lange Bungalow besteht aus zwei Teilen: dem öffentlichen Bereich im Vordergrund und dem privaten Hausteil mit Schlafzimmern weiter hinten.
Dichter Eichenwald umrahmt das transparente Haus von allen Seiten. Der lange Bungalow besteht aus zwei Teilen: dem öffentlichen Bereich im Vordergrund und dem privaten Hausteil mit Schlafzimmern weiter hinten.
Dank der Verglasung wirkt die Wiese als optische Erweiterung des Wohnbereichs bis hin zum Waldrand. Die Vintage-Möbel harmonieren mit dem neuen Sofa von Montis und den Accessoires von Comerford Collection.
Dank der Verglasung wirkt die Wiese als optische Erweiterung des Wohnbereichs bis hin zum Waldrand. Die Vintage-Möbel harmonieren mit dem neuen Sofa von Montis und den Accessoires von Comerford Collection.
Terrasse und Pool liegen in der Südecke des Grundstücks. Die Wiese und das grosse Schwimmbecken sind beliebte Tummelplätze der insgesamt acht Jungs. Fauteuils und Tisch von Moroso, Handtuch von Fragonard.
Terrasse und Pool liegen in der Südecke des Grundstücks. Die Wiese und das grosse Schwimmbecken sind beliebte Tummelplätze der insgesamt acht Jungs. Fauteuils und Tisch von Moroso, Handtuch von Fragonard.
Der durchgängige Betonboden bildet einen bewussten Kontrast zu den hölzernen Elementen des Hauses. Eine Arbeitsplatte aus Corian und eine Frühstücksbar ergänzen die matt lackierten Küchenschränke von Minimal USA.
Der durchgängige Betonboden bildet einen bewussten Kontrast zu den hölzernen Elementen des Hauses. Eine Arbeitsplatte aus Corian und eine Frühstücksbar ergänzen die matt lackierten Küchenschränke von Minimal USA.

Es gibt kaum einen Architekten, der nicht davon träumt, einmal im Leben ein Haus aus Glas bauen zu dürfen. Bis in die heutige Zeit dienen die Häuser der Altmeister, wie etwa das Farnsworth House von Mies van der Rohe oder das Wiley House von Philip Johnson aus den 1940er-Jahren, als Vorbilder und Inspirationsquellen. Doch jede neue Architekten-Generation ist bemüht, das Konzept der Transparenz einen Schritt weiter zu führen. «Ein Haus mit Wänden aus Glas ist nichts Einfaches. Und es bewährt sich nur an bestimmten Orten», erklärt Architekt Jerome Engelking. «Wegen der Transparenz und der Einsehbarkeit braucht ein Glashaus eine geschützte, natürliche Umgebung.» Ein solches Grundstück auf der berühmten Ferieninsel der reichen New Yorker zu finden, grenzt schon fast an ein Wunder – doch Wunder geschehen ja manchmal.

Jerome Engelkings Glashaus-Projekt basiert auf dem Wunsch seiner Schwiegereltern, ein Drei-Generationen-Ferienhaus auf Long Island bauen zu lassen: Sie wollten einen Ort, an dem ihre grosse Familie zusammenkommen konnte. «Seit unsere beiden Töchter aus der gebirgigen Heimat Österreichs in die Betonschluchten von New York zogen und dort ihre eigenen Familien gründeten, verfolgten wir die Idee von einem gemeinsamen Ferienhaus», erzählt das Ehepaar Wührer. Durch einen Glücksfall konnten sie schliesslich ein Grundstück von etwa dreizehntausend Quadratmetern in der Nähe von East Hampton kaufen, mitten im Wald und von Naturschutzgebieten begrenzt. Ihr Schwiegersohn, der Architekt Jerome Engelking, sollte den Auftrag ausführen.

«Die grosszügige, leicht nach Westen abfallende Waldlichtung inspirierte mich von Anfang an dazu, hier ein Glashaus zu bauen. Statt Wänden hätten wir den Waldrand als optische Raumbegrenzung. Und die einzigen Zuschauer wären Rehe und Vögel», so der Architekt. Nach einiger Überzeugungsarbeit erklärten sich die Schwiegereltern damit einverstanden, unter einer Bedingung: Sie wollten auf keinen Fall Stahlstützen, wie das bei den meisten Glashäusern der Fall ist. Also schlug Engelking eine Vollholzkonstruktion vor, die aber noch erfunden werden musste.

ENGELKING ARCHITECT PLLC
Brooklyn NY 11215, USA

Die komplette Reportage ist im Magazin RAUM UND WOHNEN zu lesen. Die Ausgabe 5/20 lässt sich hier online bestellen.

Text und Produktion: Kay von Losoncz, Fotos: Laura Egger
aus: Raum und Wohnen, Heft Nr. 05/2020

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