DAS SCHWEIZER MAGAZIN FÜR ARCHITEKTUR, WOHNEN UND DESIGN

Die Alpen im Fenster

Gewünscht war nicht einfach ein Zuhause, sondern eine moderne Bleibe, die Zuflucht vom stressigen Alltag bietet. Mit dem Neubau setzten Damilanostudio Architects ganz auf die Natur und holten die Alpen ins Panorama-Fenster.

Das Grundstück liegt am Hang, was das Anlegen eines Gartens erschwerte. Hier wurde die Terrasse durch üppige Gefässe aus Cortenstahl vergrössert, welche die untere Grundstücksebene anheben. Für die Gestaltung arbeitete Damilanostudio Architects mit den Landschaftsgärtnern des Unternehmens Roagna Vivai zusammen. Neben mediterranen Pflanzen wie Oliven, Zypressen und Lavendel findet man auch Kiefern, Gräser und Buchsbaum-Kugeln.
Das Grundstück liegt am Hang, was das Anlegen eines Gartens erschwerte. Hier wurde die Terrasse durch üppige Gefässe aus Cortenstahl vergrössert, welche die untere Grundstücksebene anheben. Für die Gestaltung arbeitete Damilanostudio Architects mit den Landschaftsgärtnern des Unternehmens Roagna Vivai zusammen. Neben mediterranen Pflanzen wie Oliven, Zypressen und Lavendel findet man auch Kiefern, Gräser und Buchsbaum-Kugeln.
Stuhl «Ella» in Grün- und Blautönen bringt Farbe in den Küchenbereich, ohne die Transparenz des Hauses zu stören. Design: Jacopo Foggini für Edra. Leuchte «Mercury» von Ross Lovegrove für Artemide. Auf der Terrasse sind die Stühle «Favela» aus naturbelassenen Holzleisten zu sehen. Designer: Fernando und Humberto Campana für Edra.
Stuhl «Ella» in Grün- und Blautönen bringt Farbe in den Küchenbereich, ohne die Transparenz des Hauses zu stören. Design: Jacopo Foggini für Edra. Leuchte «Mercury» von Ross Lovegrove für Artemide. Auf der Terrasse sind die Stühle «Favela» aus naturbelassenen Holzleisten zu sehen. Designer: Fernando und Humberto Campana für Edra.
Die Fassade ist weiss verputzt; einzelne Teile aus Paraiso-Holz und der Cortenstahl bilden interessante Material- und Farbkontraste.
Die Fassade ist weiss verputzt; einzelne Teile aus Paraiso-Holz und der Cortenstahl bilden interessante Material- und Farbkontraste.
Der grosszügige, offene Wohnbereich erstreckt sich teilweise über zwei Etagen. Hier nimmt das Sofa «Standard» von Designer Francesco Binfarè einen Grossteil des Raumes ein. Die Konturen der Beistelltische «Cicladi» für Edra von Designer Jacopo Foggini wirken wie kleine Inseln.
Der grosszügige, offene Wohnbereich erstreckt sich teilweise über zwei Etagen. Hier nimmt das Sofa «Standard» von Designer Francesco Binfarè einen Grossteil des Raumes ein. Die Konturen der Beistelltische «Cicladi» für Edra von Designer Jacopo Foggini wirken wie kleine Inseln.
In der oberen Etage geht es filigraner zu: Das plüschige Sitzmöbel «Cipria» ist ein Entwurf von Estudio Campana für Edra; die Stehleuchte «Tolomeo Mega» ist ein Entwurf von Giancarlo Fassina und Michele de Lucchi für Artemide. Ein Mosaik aus Spiegelsplittern charakterisieren den Tisch «Brasilia» der Designer Fernando und Humberto Campana für Edra.
In der oberen Etage geht es filigraner zu: Das plüschige Sitzmöbel «Cipria» ist ein Entwurf von Estudio Campana für Edra; die Stehleuchte «Tolomeo Mega» ist ein Entwurf von Giancarlo Fassina und Michele de Lucchi für Artemide. Ein Mosaik aus Spiegelsplittern charakterisieren den Tisch «Brasilia» der Designer Fernando und Humberto Campana für Edra.
Insgesamt besitzt das Haus 125 Quadratmeter Fensterfläche. Fast alle fangen die Weite der Landschaft ein.
Insgesamt besitzt das Haus 125 Quadratmeter Fensterfläche. Fast alle fangen die Weite der Landschaft ein.

Am Stadtrand von Genf, auf einer Anhöhe gelegen, steht das Privathaus «Elle Maison». Von dem Standort des Gebäudes aus, geniesst man einen herrlichen Blick auf die Stadt und den See. Was die Bauherren, ein Paar aus Italien, das der Arbeit wegen nach Genf gekommen war, sofort begeisterte. Die Eheleute sind beruflich extrem eingespannt und suchten nach einem Zuhause, das ihnen Zuflucht vom stressigen Arbeitsalltag bietet. Erst fanden sie ein vielversprechendes Grundstück am Waldrand, dann das passende Architekturbüro. Duilio Damilano von Damilanostudio Architects schlug jedoch vor, ein höher gelegenes Haus mit freiem Blick in die Landschaft zu bauen. Und da ein solches Haus auf dem waldnahen Grundstück nicht möglich war, half er dabei, einen geeigneten Bauplatz auf der Anhöhe am Stadtrand zu finden.

Das moderne Einfamilienhaus reicht über drei Geschossebenen, wobei das Untergeschoss nicht bewohnt wird, sondern als Garage mit zwei Parkplätzen konzipiert ist. Im Erdgeschoss befindet sich der Wohnbereich mit Küche, Wohnzimmer, Bad und Gästezimmer, während die obere Etage den Bewohnern zur Erholung dient. Hier ist der Ruhebereich mit Hauptschlafzimmer, Bad und Garderobe sowie einem kleinen Studio untergebracht. Die verschiedenen Ebenen sind durch eine Betontreppe verbunden, die mit weissen Quarzitplatten belegt ist und vom Keller bis ins Obergeschoss führt. Damilanostudio Architects waren auch für den Innenausbau zuständig. Mit verschiedenen Materialien grenzten die Experten Innen- und Aussenbereich voneinander ab: Stein und Holz treffen auf Cortenstahl und Fliesen. Als Hommage an ihr Heimatland entschieden sich die Bauherren grösstenteils für italienische Möbel, hauptsächlich von Edra, B&B Italia, Boffi, Mdf, Tubes (Heizkörper) oder Gallotti & Radice.

Das Dach ist mit Sedum-Gewächsen begrünt, was die Energieeffizienz der Villa verbessert. Doch Pflanzen spielen nicht nur auf dem Dach des Gebäudes eine wichtige Rolle. Man findet sie auf allen Geschossebenen in Kübeln und kleinen Beeten. Beispielsweise wurden entlang der Aussentreppe, die vom Garten in den Wohnbereich führt, drei grosse Blumenkästen aus Corten mit Solitärgewächsen, Sträuchern und Lavendel gefüllt. Die beiden Terrassen sind im Gegensatz zum Innenbereich mit grauem Quarzit gefliest und werden durch eine Brüstung ganz aus Glas gesichert. Die Profile konnten komplett im Boden versenkt werden, damit der Blick nach draussen durch die grosszügigen Panoramafenster nicht gestört wird. Sie sind mit dem gleichen Holz gerahmt, das teilweise auch als Fassadenverkleidung verwendet wird.

«Genf ist nur zehn Kilometer entfernt und doch können wir vom Haus aus den Mont Blanc und die Alpen sehen», schwärmen die Bauherren. Die Natur und vor allem die Weite der Landschaft sorgen für die gewünschte Atmosphäre. «Mit diesem Haus haben wir einfach alles richtig gemacht.»

DAMILANOSTUDIO

EDRA

Text: Kirsten Höttermann

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