Mondäne Höhenlage, modernes Chalet

Zwischen Pisten und Pulverschnee löst dieses moderne Chalet in den Savoyer Alpen Hochgefühle aus.

Mit der hohen Decke wirkt das Wohnzimmer wie das Mittelschiff einer Kirche. Ein Kamin markiert die Mitte des lichten Raumes und sorgt für Geselligkeit. Die Sessel «Ro» hat Jaime Hayon für Fritz Hansen entworfen; die nicht weniger markante Stehleuchte namens «Peye» stammt aus der Feder von Numéro 111 für Ligne Roset. Tisch «Lighbrary» von Mickael Koska brachte Eigentümer und Interior Designerin zusammen.
Mit der hohen Decke wirkt das Wohnzimmer wie das Mittelschiff einer Kirche. Ein Kamin markiert die Mitte des lichten Raumes und sorgt für Geselligkeit. Die Sessel «Ro» hat Jaime Hayon für Fritz Hansen entworfen; die nicht weniger markante Stehleuchte namens «Peye» stammt aus der Feder von Numéro 111 für Ligne Roset. Tisch «Lighbrary» von Mickael Koska brachte Eigentümer und Interior Designerin zusammen.
Die Möbel für den Aussenbereich sind – passend zur winterlichen Landschaft – in Weisstönen gehalten. Um einen grossen Tisch, den das Paar in Mailand gekauft hat, reihen sich die Stühle «Masters» von Philippe Starck.
Die Möbel für den Aussenbereich sind – passend zur winterlichen Landschaft – in Weisstönen gehalten. Um einen grossen Tisch, den das Paar in Mailand gekauft hat, reihen sich die Stühle «Masters» von Philippe Starck.
Bereits der Eingangsbereich zeigt die Affinität der Bewohner für Design. Der Wollteppich «Manga» von Patricia Urquiola begrüsst hereintretende Gäste. Die Konsole «Venice Design» ist ein Entwurf von Claudio Bellini für Riva 1920; die verspiegelten Regale stammen von Ferm Living.
Bereits der Eingangsbereich zeigt die Affinität der Bewohner für Design. Der Wollteppich «Manga» von Patricia Urquiola begrüsst hereintretende Gäste. Die Konsole «Venice Design» ist ein Entwurf von Claudio Bellini für Riva 1920; die verspiegelten Regale stammen von Ferm Living.
Homeoffice im Ferienhaus: Im Schlafzimmer der Eigentümer gibt es einen kleinen Arbeitsplatz mit Schreibtisch «Bolsa» von Wewood und Stuhl «Wood Bikini» von Werner Aisslinger für Moroso.
Homeoffice im Ferienhaus: Im Schlafzimmer der Eigentümer gibt es einen kleinen Arbeitsplatz mit Schreibtisch «Bolsa» von Wewood und Stuhl «Wood Bikini» von Werner Aisslinger für Moroso.

Die längste Zeit über war Megève nur eine kleine Gemeinde in den Alpen Hochsavoyens. Bis Baron Maurice de Rothschild 1921 das erste Hotel der Luxusklasse hier eröffnete. Seitdem hat sich der Ort zu einem der bekanntesten Skigebiete Europas gemausert und bietet zahlreichen Wintersportlern Herberge. Wegen der einzigartigen Naturlandschaft mit all ihren Möglichkeiten kam auch ein junges Paar hierher, um seine Ferien im Herzen des Mont-Blanc-Massivs zu verbringen. Sie mieteten ein Haus und hatten kaum gefrühstückt, als sie schon ihre Schuhe schnürten und sich aufmachten, die verschneiten Pisten zu erobern. Sie fanden Gefallen an dem herrlichen Wintersportort, kamen wieder, schlossen Freundschaften. Um irgendwann festzustellen, dass sie nirgends lieber ihre Winterferien verbringen wollten. Was folgte, scheint logisch: Sie beschlossen, hier ein eigenes Ferienhaus zu kaufen. Zuerst dachten sie an ein traditionellen Chalet, entschieden sich dann aber doch für ein unbebautes Grundstück, um dort ein neues Gebäude zu errichten – ganz den eigenen Bedürfnissen entsprechend.

Nach langer Suche fanden sie einen Bauplatz zwischen den alten «Jaillet»-Bauernhöfen, nur fünf Minuten vom Zentrum von Megève entfernt. Die Lage war perfekt und bot einen grandiosen Ausblick auf die Gipfel der Zweitausender auf der anderen Talseite. Das Paar kaufte das Grundstück und suchte nach einem regionalen Unternehmen, um sein Vorhaben in die Realität umzusetzen. Es fand es schliesslich im Büro von Jean-Marie Nouvellement, der sich mit seinem umfassenden Ansatz in der alpinen Architektur einen Namen gemacht hat.

Zeitlose Klassiker
Das Team Nouvellements renoviert nicht nur alte Gebäude, sondern plant auch moderne, komfortable Chalets, die den historischen Baustil der Gegend respektieren. Das Design ist einfach und authentisch, aber nicht ohne Raffinesse. Für die Bauten verwenden die Fachleute Qualitätsholz aus der Region; die Sprache ist nüchtern, übersichtlich, ohne Friese oder Rosetten. Diese zeitgemässe Interpretation des alpinen Baustils spricht das Paar sofort an. Um seinen Wünschen gerecht zu werden, entscheidet sich Nouvellement für die Verwendung von altem Tannenholz und Naturstein. Er plant das Chalet auf vier Etagen, um den zukünftigen Eigentümern ein modernes und komfortables Urlaubsleben zu ermöglichen. Eltern und Kinder sollen sich wohlfühlen, die Landschaft geniessen und sich zurückziehen können.

NOUVELLEMENT

Mehr Einblicke in das mondäne Chalet gibt es im Magazin RAUM UND WOHNEN. Die Ausgabe 2/21•01/22 lässt sich online bestellen.

Text & Produktion: Ann-Sophie Scoffoni & Marie-Maud Levron Fotos: Eric D'Hérouville
Bearbeitung: Kirsten Höttermann
aus: Raum und Wohnen, Heft Nr. 12/21•01/22

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