Blickfänger – Sessel «Ila»

Objekte zu entwerfen, die alle Blicke auf sich ziehen und zugleich einen echten Mehrwert bieten, ist das Credo des französischen Designers Patrick Jouin. Mit dem Armlehnstuhl «Ila» für das italienische Unternehmen Pedrali ist ihm dies einmal mehr gelungen.

Die Sesselkollektion «Ila» gehört zu den Neuzugängen im Portfolio. Dem französischen Designer war es wichtig, ein Sitzmöbel zu entwerfen, das alle Blicke auf sich zieht und zudem höchsten Komfort bietet. «Ila» gibt es in verschiedenen Ausführungen und Farben und neben zwei verschiedenen Stahlgestellen seit dem Jahr 2021 auch mit einer Basis aus Holz.
Die Sesselkollektion «Ila» gehört zu den Neuzugängen im Portfolio. Dem französischen Designer war es wichtig, ein Sitzmöbel zu entwerfen, das alle Blicke auf sich zieht und zudem höchsten Komfort bietet. «Ila» gibt es in verschiedenen Ausführungen und Farben und neben zwei verschiedenen Stahlgestellen seit dem Jahr 2021 auch mit einer Basis aus Holz.
Patrick Jouins Zusammenarbeit mit dem italienischen Möbelhersteller begann im Jahr 2013. Mit den Familienmitgliedern pflegt er einen freundschaftlichen Umgang – sei es mit Firmengründer Mario Pedrali oder den CEO`s Monica und Giuseppe Pedrali, die das Unternehmen in zweiter Generation leiten. Beschränkte sich das Portfolio anfangs auf schmiedeeiserne Stühle für den Outdoorbereich, bietet es heute ein breites Spektrum an Möbeln, Leuchten und Accessoires für drinnen und draussen.  Foto: Thomas Duval
Patrick Jouins Zusammenarbeit mit dem italienischen Möbelhersteller begann im Jahr 2013. Mit den Familienmitgliedern pflegt er einen freundschaftlichen Umgang – sei es mit Firmengründer Mario Pedrali oder den CEO`s Monica und Giuseppe Pedrali, die das Unternehmen in zweiter Generation leiten. Beschränkte sich das Portfolio anfangs auf schmiedeeiserne Stühle für den Outdoorbereich, bietet es heute ein breites Spektrum an Möbeln, Leuchten und Accessoires für drinnen und draussen.
Foto: Thomas Duval

Patrick Jouin zählt wohl zu jenen Designern, deren Kreativität keine Grenzen kennt. Seit über 30 Jahren bewegt er sich gekonnt zwischen Kunst, Produktdesign und Architektur, hat schon für namhafte Unternehmen gearbeitet, zahlreiche Auszeichnungen erhalten und ist international bekannt. Bereits jetzt blickt der 1967 in Nantes geborene Kreative auf einen äusserst interessanten und abwechslungsreichen Lebenslauf zurück. Doch auf die Frage nach den wichtigsten Meilensteinen in seiner Karriere braucht er kaum Zeit zu überlegen und nennt genau vier: Da wäre sein Abschluss an der ENSCI, der École Nationale Supérieure de Création Industrielle, im Jahr 1992. Danach seine fünfjährige Zusammenarbeit mit Philippe Starck, die ihn zum Möbeldesign führte, dann die Anfrage des 3-Sterne-Kochs Alain Ducasse, die ihm die Türen zur Architektur öffnete. Und zuletzt das Jahr 2004, in dem Patrick Jouin den allerersten 3D-gedruckten Stuhl der Designgeschichte entwarf. 

Von jeher gewöhnt, in allen erdenklichen Bereichen und mit den unterschiedlichsten Materialien zu arbeiten, ist die Zusammenarbeit mit dem italienischen Unternehmen Pedrali ein echter Glücksfall. Denn wenn der Designer und das in Bergamo ansässige Familienunternehmen eines gemeinsam haben, dann ist es die Freude am Gestalten und Experimentieren mit Materialien: Die Kompetenzen an den beiden eigenen Produktionsstandorten in Bergamo und Udine reichen von der Verarbeitung von Metall über Holz oder Kunststoff bis hin zu Textilien. So präsentiert sich das Portfolio äusserst vielseitig und bereichert sowohl private als auch öffentliche Räumlichkeiten, wie die Gemeinschaftsbereiche der Google Headquarters in Dublin und des Microsoft House in Mailand, das Restaurant Lago im Bellagio Resort & Casino in Las Vegas oder die Kanazawa Unimirai Bibliothek in Japan, um nur einige Beispiele zu nennen. «Es gibt kein Material, das bei Pedrali nicht verarbeitet werden kann», erklärt Patrick Jouin. Das ist ein Punkt, den der Designer neben dem freundschaftlichen Verhältnis zu dem Familienunternehmen sehr schätzt. 

Zur ersten Zusammenarbeit kam es bereits 2013. Aus dem konkreten Auftrag, einen Stuhl für Alain Ducasses Sterne-Restaurants zu entwerfen, ging der Stuhl «Ester» hervor. Die Idee für den Sessel «Ila» hingegen kam von Patrick Jouin. Dabei ging er zunächst ganz pragmatisch vor: Es sollte ein Möbelstück sein, das im bisherigen Portfolio noch fehlte und sich mit allen vorhandenen Möbeln kombinieren liesse. So fiel die Wahl auf einen Sessel. Einer, der sehr speziell und besonders komfortabel ausfallen sollte. «Ich möchte immer etwas kreieren, das man in dieser Form noch nicht gesehen hat, aber zugleich einen besonderen Mehrwert für den Nutzenden bietet und sich dadurch von anderen Objekten seiner Art abhebt.» 

«Ila» ist einerseits ein starkes Objekt, das die ganze Aufmerksamkeit auf sich zieht, ähnlich einer Skulptur im Raum. Andererseits überzeugt das Sitzmöbel durch seinen hohen Komfort und dient dem Sitzenden als behaglicher, schützender Rückzugsort. Das Modell kam bereits letztes Jahr auf den Markt und ist als umfangreiche Kollektion in verschiedenen Ausführungen und Farben erhältlich, wahlweise mit einer zentralen, drehbaren Basis oder einem Vierfuss-Gestell aus Stahl. In diesem Jahr entwarf Patrick Jouin noch ein weiteres aus Holz. «Ich liebe Holz», erklärt er, «es ist das Material der Zukunft. Und es ist einfach unglaublich, wie man den Ausdruck, ja, die Seele eines Objektes verändern kann, wenn man mit der Basis spielt.» Jedes der drei Gestelle verleiht dem Sessel ein völlig anderes Gesicht, wodurch er sich flexibel an den Raum anpasst. Und doch präsentiert er sich stets wie die namensgebende Insel im Meer – als autonome Schönheit. Das ist auch der Grund, weshalb «Ila» wie ein Puzzleteil in das breitgefächerte Portfolio des italienischen Familienunternehmens passt. Denn die Möbel, Leuchten und Accessoires, entworfen von internationalen DesignerInnen und ArchitektInnen, zeichnen sich allesamt durch Schönheit aus und vereinen dabei gekonnt Tradition und Innovation. Es sind jene drei Werte, auf die Pedrali seit jeher baut und sich auch heute, 58 Jahre nach der Firmengründung, in allen Designs widerspiegeln: «Ila» von Patrick Jouin ist das beste Beispiel dafür.

PEDRALI.COM

«Ila» gibt es in verschiedenen Ausführungen und Farben und neben zwei verschiedenen Stahlgestellen seit dem Jahr 2021 auch mit einer Basis aus Holz.
«Ila» gibt es in verschiedenen Ausführungen und Farben und neben zwei verschiedenen Stahlgestellen seit dem Jahr 2021 auch mit einer Basis aus Holz.

Text: Silja Cammarata
aus: Raum und Wohnen, Heft Nr. 10•11/2021

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