Wohnen : Lugano

Die Magie des Sees

Mit dieser Villa am Collina d'Oro von Lugano zeigt Interior Designer Andrea Derudi, wie eng Architektur, Interior und Umgebung ­ineinandergreifen können. Wie das wechselnde Licht auf dem See wirkt sie zugleich ruhig und lebendig.

Von der Terrasse fällt der Blick frei auf den See. Die roten Skulpturen sind von Gigi Rigamonti.
Von der Terrasse fällt der Blick frei auf den See. Die roten Skulpturen sind von Gigi Rigamonti.
Küche und Esszimmer trennt das Schiebetüren-System «Stripe» von Rimadesio. In der Küche hängt eine Fotografie von Massimo Siragusa.
Küche und Esszimmer trennt das Schiebetüren-System «Stripe» von Rimadesio. In der Küche hängt eine Fotografie von Massimo Siragusa.

Auf dem Collina d’Oro oberhalb von Lugano, einem sonnigen Hügel mit sanfter Landschaft und weitem Blick über den Luganer See, der schon Hermann Hesse als Rückzugsort diente, steht eine Villa, in der klare Volumen und grosszügige Verglasungen präzise mit der Umgebung verzahnt sind. Ihr stärkstes Motiv ist ein grosses Fenster, das sich über das Wohnzimmer und die Master Suite spannt, den Blick direkt auf den See lenkt und die Innenräume mit wechselndem Licht erfüllt. Entworfen hat sie der Mailänder Interior Designer Andrea Derudi. Seine Auftraggeber? Eine vierköpfige Familie, die vor wenigen Jahren von Mailand ins Tessin gezogen ist. Er ist ein Unternehmer im Logistiksektor, sie konzentriert sich auf das Familienleben und die beiden Töchter. Für Andrea Derudi war es bereits das vierte Projekt, das er für diese Familie realisierte. Das gewachsene Vertrauen führte zu weitgehender Freiheit bei der Organisation der Räume und der Ausstattung, mit einer klaren Vorgabe: Da häufig Freunde zu Besuch sind, sollte ein Haus entstehen, das zugleich funktional, einladend und mit grosszügigen Aussenbereichen ausgestattet ist.

Die Villa gliedert sich in zwei Ebenen. Im oberen Geschoss mit rund 120 Quadratmetern liegt der Schlafbereich mit drei Zimmern, drei Bädern und zwei begehbaren Kleiderschränken. Das untere Geschoss mit etwa 150 Quadratmetern nimmt Küche, Ess- und Wohnbereich auf, dazu ein Büro, ein Gästezimmer, ein Gästebad, Unterkünfte für Personal mit eigenem Bad, eine Waschküche und den Technikraum. Der Fitnessraum entstand nach dem Abriss eines bestehenden Bauteils neu, misst rund 50 Quadratmeter mit eigenem Bad und öffnet sich über raumhohe Verglasungen unmittelbar zum Garten. Ein Teil des Obergeschosses kragt als Ausleger über den Wohnbereich und verleiht dem Volumen zusätzliche Tiefe. 

Der 800 Quadratmeter grosse Garten ist als Aussenfortsetzung der Innenräume konzipiert. Er ist in verschiedene Zonen gegliedert, die jeweils eigene Atmosphären erzeugen. Ein Pool mit dunklem Beckenbelag verstärkt die Spiegelungen und lässt das Wasser tiefer wirken. Ein Hauptwohnbereich im Freien, eine zweite Lounge mit Bioethanol-Kamin und ein Essplatz für lange Sommerabende schaffen unterschiedliche Nutzungsbereiche. «Die Vision war nie, das Haus übermässig modern zu gestalten», sagt Derudi, «sondern ihm einen zeitgemässen, zeitlosen Charakter zu geben, mit Formen, Farben und Materialien, die würdevoll altern.»

Bereits zum wiederholten Mal vertraute die Bauherrschaft auf die Zusammenarbeit mit Interior Designer Andrea Derudi, der in dieser Villa einmal mehr seine Handschrift zwischen zeitloser Eleganz und massgeschneidertem Wohnkomfort zum Ausdruck bringt.
Bereits zum wiederholten Mal vertraute die Bauherrschaft auf die Zusammenarbeit mit Interior Designer Andrea Derudi, der in dieser Villa einmal mehr seine Handschrift zwischen zeitloser Eleganz und massgeschneidertem Wohnkomfort zum Ausdruck bringt.
Das grosszügige Fenster reicht vom Wohnzimmer bis ins erste Geschoss. Die gepolsterte Bank verleiht dem Ausblick Museumscharakter.
Das grosszügige Fenster reicht vom Wohnzimmer bis ins erste Geschoss. Die gepolsterte Bank verleiht dem Ausblick Museumscharakter.

Der komplette Artikel ist in der Ausgabe 08•09/26 vom Magazin RAUM UND WOHNEN veröffentlicht.

Text: Sara dal Zotto, Fotos: Beppe Brancato / Styling: Giulia Taglialatela, Bearbeitung: Kirsten Höttermann
aus dem Magazin: Raum und Wohnen, Zeitschrift Nr. 08•09/26

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