Design ruht nicht auf der Vergangenheit und entsteht nicht in einer fernen Zukunft. Es ist der gegenwärtige Moment der Entscheidung, der Ideen sichtbar werden lässt und Experimenten neue Wege öffnet. Diesem widmeten die Kopenhagener 3 Days of Design in diesem Jahr ihr Motto: «Make This Moment Matter» rückte das Jetzt ins Zentrum und zeigte eine Designszene, die vom Austausch und vom Mut zum Ausprobieren lebt.
Das übergeordnete Motto stellte echte Begegnungen, Austausch und gemeinschaftliche Erlebnisse in den Mittelpunkt – daran knüpften Vipp und das Architektur- und Designstudio Mesura mit einer leuchtend gelben Spielwiese in Form eines überdimensionalen, gepolsterten Schwimmbeckens an. Die 150 Quadratmeter grossen Stoffflächen von Romo an Wand und Boden erhielten anschliessend als Bezug für 150 Sondereditionen des «Swivel Chair» ein zweites Leben. Eine weitere Variante mit gestreiftem Jacquardstoff von C&C Milano war bereits Teil der Installation.
Minimalistische Formen und feine Metallrahmen prägen die Spiegelkollektion «Mirror & Backlight». Runde, ovale, rechteckige und quadratische Modelle wie «4141K» sowie Kosmetikspiegel sind neu auch mit dezenter Hintergrundbeleuchtung erhältlich.
Wie ein Querschnitt durch einen Baum erzählt die Leuchte «Ray» von Ahm x Lund von den Jahresringen des Holzes. Die mit der japanischen Uzukuri-Technik bearbeitete Oregon-Kiefer legt unterschiedliche Wachstumsschichten frei, die ein verborgenes LED-Licht von innen heraus zum Leuchten bringt. Foto Studio Aest.
Ausgehend von der emotionalen Kraft der Farben und der haptischen Vielfalt der Materialien erkundet Urd Moll Gundermann mit der Teppichkollektion «Palette Muse» das Zusammenspiel von Rhythmus, Muster und Textur. Im Bild «Aurora Lume» (links) und «Optical Echo».
Aus erstarrter Vulkanlava gefertigt, machen die Couchtische «Glaze» die einzigartige Struktur des Naturmaterials sichtbar. Individuelle Einschlüsse und natürliche Farbnuancen zeichnen die Lavasteinplatten aus, die in verschiedenen Farben und Grössen erhältlich sind.
Die Balance von zylindrischem Oberteil und konischem Schirm verleiht der Leuchtenserie «Lyss» von Toni Rie ihre ausgewogene Geometrie. Mit klaren Linien und funktionaler Reduktion greift sie die Prinzipien des dänischen Designs auf.
Eine Komposition aus Grün- und Blautönen macht die «Colour-Block»-Edition des modularen Sofas «Paradigm» zum grafischen Blickfang. Das 1969 von Erik Rasmussen entworfene Design erhält durch unterschiedliche Farbflächen neue Tiefe, die Kanten, Volumen und die modulare Struktur betont.
Mehr Designideen aus Skandinavien gibt es in der Ausgabe 09•10/26 vom Magazin RAUM UND WOHNEN zu entdecken.
Text: Silja Cammarata
aus dem Magazin: Raum und Wohnen, Zeitschrift Nr. 09•10/26