DAS SCHWEIZER MAGAZIN FÜR ARCHITEKTUR, WOHNEN UND DESIGN

Kuriositätenkabinett

Ein Architekt und ein Textildesigner haben in einem denkmalgeschützten Haus aus der Gründerzeit ein Refugium erschaffen, das von Erinnerungstücken, Kunstgegenständen und ausgesuchtem Mobiliar lebt. In ihrer Wohnung auf rund 300 Quadratmetern liessen sie ihrer Passion fürs Einrichten freien Lauf. Entstanden ist ein ganz persönlicher Rückzugsort, der immer wieder aufs Neue entdeckt werden kann.

Ein Zwischenraum mit spannenden Ein- und Ausblicken. Der Raum liegt seitlich des Korridors und führt gleichzeitig ins Schlaf- und Wohnzimmer sowie in die obere Etage. Tapete «Topical Tropical» von Timorous Beasties, gehäkelter Teppich «Flow» von Monka. «Monkey Lamp» von Marcantonio Raimondi Malerba für Seletti, Seilleuchte von Thomas Eyck.
Ein Zwischenraum mit spannenden Ein- und Ausblicken. Der Raum liegt seitlich des Korridors und führt gleichzeitig ins Schlaf- und Wohnzimmer sowie in die obere Etage. Tapete «Topical Tropical» von Timorous Beasties, gehäkelter Teppich «Flow» von Monka. «Monkey Lamp» von Marcantonio Raimondi Malerba für Seletti, Seilleuchte von Thomas Eyck.
Das Wohnzimmer ist in verschiedenen Blau- und Lilatönen gehalten. Von hier geht der Blick ins Esszimmer. Eyecatcher im Raum ist der blaue Sessel «Easy Chair» von Warren Plattner für Knoll International, der auf einem Teppich von Oliver Treutlein steht. Das 3D-Kunstwerk an der Wand stammt vom deutschen Künstler Florian Baudrexel, dessen Skulpturen plastische Elemente aus Gips, Pappe, Styropor und anderen alltäglichen Stoffen sind.
Das Wohnzimmer ist in verschiedenen Blau- und Lilatönen gehalten. Von hier geht der Blick ins Esszimmer. Eyecatcher im Raum ist der blaue Sessel «Easy Chair» von Warren Plattner für Knoll International, der auf einem Teppich von Oliver Treutlein steht. Das 3D-Kunstwerk an der Wand stammt vom deutschen Künstler Florian Baudrexel, dessen Skulpturen plastische Elemente aus Gips, Pappe, Styropor und anderen alltäglichen Stoffen sind.
Die Küche befindet sich neben dem Mittelgang und wurde in einem ehemaligen Dienerzimmer eingerichtet. Die Wände sind in einem dunklen, warmen Blauton gestrichen und harmonieren mit den hellen Küchenmöbeln und dem Steinboden. Küchenstühle «SE 68» von Egon Eiermann, Tisch «Screw» von Tom Dixon, Hängeleuchte «Diabolo» von Flos.
Die Küche befindet sich neben dem Mittelgang und wurde in einem ehemaligen Dienerzimmer eingerichtet. Die Wände sind in einem dunklen, warmen Blauton gestrichen und harmonieren mit den hellen Küchenmöbeln und dem Steinboden. Küchenstühle «SE 68» von Egon Eiermann, Tisch «Screw» von Tom Dixon, Hängeleuchte «Diabolo» von Flos.
Im Esszimmer dominieren eher dunkle Farben und textile Materialen, wodurch der Raum intimer wirkt. Die Wandverkleidung aus Seide ist von Vescom. Der Tisch aus Palisanderholz wurde von einem Schreiner auf Mass gefertigt, die Stühle dazu stammen von Herman Miller und Simon Gavina. Für die Bilder an der Wand wurden verschiedene Ethno-Stoffe gerahmt. Vintage-Leuchte von Kartell.
Im Esszimmer dominieren eher dunkle Farben und textile Materialen, wodurch der Raum intimer wirkt. Die Wandverkleidung aus Seide ist von Vescom. Der Tisch aus Palisanderholz wurde von einem Schreiner auf Mass gefertigt, die Stühle dazu stammen von Herman Miller und Simon Gavina. Für die Bilder an der Wand wurden verschiedene Ethno-Stoffe gerahmt. Vintage-Leuchte von Kartell.

Eigentlich waren Peter und Stefan auf der Suche nach einem kleineren Heim. Die Wohnung am Rande der Stuttgarter Innenstadt war die erste, die sich das Paar bei seiner Suche angesehen hatte: «Wir hatten in dieser Umgebung schon 15 Jahren gelebt und wollten hier bleiben, da es relativ ruhig und grün, aber auch städtisch ist. Und obwohl wir eigentlich etwas Kleineres suchten, war uns sofort klar, dass wir hier einziehen wollen», erklärt Peter. Denn die Wohnung, die sich über zwei Stockwerke erstreckt, bot einen aussergewöhnlichen Grundriss, der das Paar auf Anhieb faszinierte. Doch zuerst galt es, das neue Heim umzubauen.

«Ich bin Innenraumgestalter, mein Mann ist Textildesigner, und das Ergebnis unserer Zusammenarbeit war eine fantastische Symbiose. Wir achten auf verschiedene Dinge und vervollständigen uns perfekt. Als Architekt tendiert man dazu, eher kontextbezogen zu denken. Als Textildesigner hast du natürlich ein grosses Faible für Farben und die kleinen Details», sagt Peter. Wer die Wohnung heute betritt, kann nur raten, wie sie im Originalzustand aussah.

Wenn einer eine Reise tut
Doch die Wohnung lebt nicht nur von den neu gestalteten Innenräumen. Es ist vor allem auch die Vielfalt an Kunstwerken, Installationen und Designgegenständen, die sie zu dem machen, was sie ist – ein Kuriositätenkabinett, ein Ort voller Souvenirs, der ihre grösste Leidenschaft verrät: das Reisen. «Wir beide reisen sehr oft und bringen stets etwas von unseren Ausflügen mit. Dies bedeutet, dass die Wohnung eine Sammlung voller Erinnerungen an grossartige Momente ist, die wir überall auf der Welt verbracht haben.»

Weitere Einblicke in das Kuriositätenkabinett gibt es im Magazin RAUM UND WOHNEN. Die Ausgabe 10/20 lässt sich online bestellen.

Produktion & Fotos: Anne-Catherine Scoffoni
Bearbeitung: Ursula Bünter
aus: Raum und Wohnen, Heft Nr. 10/2020

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